Ausschreibung verlängert bis 06.01.2026: Schauspieler*innen gesucht (Kindertheater)

Wer wir sind

Wir, das Thea­ter Spring­ins­feld machen seit vie­len Jah­ren Frei­es Thea­ter – Thea­ter, das berührt, das gut funk­tio­niert und das etwas will. Wir ver­bin­den in unse­ren Pro­duk­tio­nen einen hohen künst­le­ri­schen Anspruch mit dem gesell­schaft­lich rele­van­ten The­ma Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt / sexu­el­lem Miss­brauch. Nun suchen wir ein wei­te­res Team für unser 3‑teiliges Pro­gramm „ja-nein-stop!“ – rasan­tes Klas­sen­zim­mer­thea­ter für 2 Per­so­nen mit vie­len Rol­len­wech­seln (3 x 45 Minu­ten Spiel­zeit im Duo, s. Home­page). Wir haben soli­de För­der­zu­sa­gen bis Som­mer 2027.

Wir suchen

  • 2 Per­so­nen (1 x männ­lich 1 x weib­lich gele­sen) unter 40 mit Schauspielerfahrung
  • Lebens­mit­tel­punkt-Per­spek­ti­ve von min­des­tens 2 Jah­ren in der Regi­on Hi
  • Min­des­tens eine Per­son soll­te über einen PKW ver­fü­gen und die Bereit­schaft mit­brin­gen, damit zu den Auf­füh­rungs­or­ten zu fah­ren (es gibt km-Geld).
  • 1–2 Tage pro Woche vor­mit­tags (3 Aufführungen/Tag), Schul­fe­ri­en ausgenommen
  • Du bringst die Bereit­schaft mit: 
    • Kin­der­pu­bli­kum ernst zu nehmen;
    • in eine bestehen­de Insze­nie­rung einzusteigen;
    • dich inten­siv in das The­ma einzuarbeiten;
    • selb­stän­dig viel Text zu ler­nen und Tei­le des Pro­ben­pro­zes­ses selbst­stän­dig durchzuführen;
    • lang­fris­ti­ge Ter­min­ab­spra­chen zu treffen.
  • Du per­formst nicht nur gut auf der Büh­ne, son­dern bist zugleich mit acht­sa­men Anten­nen bei dei­nem Publikum;
  • Auf­füh­rungs-Hos­pi­ta­tio­nen ab Januar;
  • Ein­ar­beituns­zeit­raum: Fle­xi­bel ab sofort mög­lich. End­pro­ben­pha­se: April 26;
  • Du traust dir zu, schon um 08.00 Uhr mor­gens zu performen;
  • Soft­s­kills:
    • Fle­xi­bi­li­tät
    • Kri­tik­fä­hig­keit
    • posi­ti­ve Ausstrahlung
    • Stan­ding bei her­aus­for­dern­den Situationen
    • Offen­heit und Zugewandtheit
    • Kei­ne Angst vor „pein­li­chen“ Themen
    • Zuver­läs­sig­keit

Was wir bieten

  • ver­läss­li­che Auf­tritts­mög­lich­kei­ten auf Hono­rar­ba­sis bis min. Som­mer 2027 (1–2 Tage pro Woche). Wir gehen davon aus, dass auch über die­sen zeit­li­chen Rah­men hin­aus eine län­ger­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve mög­lich ist;
  • 225,-€ Gage pro Vormittag;
  • pau­scha­le Ver­gü­tung für die Probenphase;
  • Zusam­men­ar­beit mit erfah­re­nen TheaterMacher*innen;
  • inten­si­ve fach­li­che und künst­le­ri­sche Begleitung;
  • empowern­des Kindertheater;
  • fle­xi­bel nutz­ba­rer Probenraum;
  • eine krass sinn­stif­ten­de Arbeit: Du kannst jeden Vor­mit­tag unmit­tel­bar mer­ken, dass das gut ist, was du da tust.

Was wir vorab von Dir brauchen

  • Was hast du schon im Bereich Theater/Performance/Musik gemacht?
  • Hast Du Erfah­rung im Umgang mit Kin­dern / Kindergruppen?
  • Wie ist dein beruf­li­cher bzw. Ausbildungs-Hintergrund?
  • Was reizt dich, und was siehst du als dei­ne Stär­ken in Bezug auf die Arbeit?

Zum Verfahren

Zunächst ein­mal: Lass dich von unse­rer lan­gen Anfor­de­rungs­lis­te nicht abschre­cken. Wenn du Lust hast, in die­se Arbeit hin­ein­zu­wach­sen, bist du bei uns rich­tig.
Wir freu­en uns auf dei­ne Bewer­bung bis zum 06.01.2026. Stress dich nicht mit der Form: Lie­ber schnell, aus­sa­ge­kräf­tig und roh als chat-GPT und perfekt!

Wir pla­nen Ken­nen­lern-Ter­mi­ne. Bit­te tei­le uns in dei­ner Bewer­bung mit, wann du defi­ni­tiv nicht kannst! Unse­re Ter­min-Optio­nen sind:

Sa. 17. Jan (09:00 bis 13.00 Uhr)
Mi. 21. Jan (08:00 bis 12.00 Uhr)
Fr. 23. Jan (08:00 bis 12.00 Uhr)
Fr. 23. Jan (14.00 bis 18:00 Uhr)

Und jetzt los! Schi­cke uns dei­ne Bewer­bung ent­we­der an: post@theater-springinsfeld.de oder an: Thea­ter Spring­ins­feld, Spren­ger­str. 44, 31134 Hildesheim

Und hier zum Teilen:

ja-nein-stop!

In der Ent­wick­lung von Kin­dern spielt kör­per­li­che Nähe eine wich­ti­ge Rol­le. Umar­men, strei­cheln, kuscheln – all das tut gut und stärkt das Selbst­ver­trau­en. Was aber, wenn Erwach­se­ne das Ver­trau­en der Kin­der und deren Bedürf­nis nach Nähe ausnutzen?

die Sneakers von ja-nein-stop!

„ja-nein-stop!“ ermu­tigt die Kin­der, ihren eige­nen Gefüh­len zu ver­trau­en: Fühlt sich etwas falsch an? Dann ist es auch falsch.

Gemein­sam mit den Kin­dern erfor­schen wir: Wie kann ich „nein“ sagen? War­um darf ich Geheim­nis­se manch­mal eben doch wei­ter­erzäh­len? Wo bekom­me ich Hil­fe, wenn ich sie brauche?

Das Konzept

Wir kom­men als For­schungs­rei­sen­de in die Klas­sen. In unse­rem Gepäck befin­den sich Sze­nen – teil­wei­se mit offe­nem Ende – in denen es um Gefüh­le, Berüh­run­gen, Geheim­nis­se, online-Kon­tak­te und schließ­lich auch um sexu­el­le Über­grif­fe geht.

Vor­spie­len und fer­tig? Weit gefehlt! Die Kin­der wer­den Teil des For­schungs­teams. Sie füh­len mit, den­ken mit, und sind im Ent­de­cken von Hand­lungs­mög­lich­kei­ten aktiv ein­ge­bun­den. So ver­an­kert sich das Gelern­te spie­le­risch. Dabei eig­net sich das Medi­um Thea­ter her­vor­ra­gend, um bei aller Ernst­haf­tig­keit auch jede Men­ge Spaß zu haben.

Die Geschichten

Unse­re Sze­nen basie­ren auf thea­ter­päd­ago­gi­schen Work­shops mit Grund­schul­kin­dern der 3. Klas­se sowie auf Berich­ten von Mitarbeiter*innen des Kin­der­schutz­zen­trums Ulm. So sind Geschich­ten aus der Erfah­rungs­welt der Kin­der ent­stan­den, bei denen es um den oft schma­len Grat zwi­schen ange­nehm und nicht mehr ange­nehm geht:

Von Anna, die im Bade­zim­mer unge­stört sein will, von Metin und Mert, die von ihrer Groß­mutter stür­misch geküsst wer­den, von Nico, des­sen Trai­ner ihm bei der Ball­an­nah­me zu nah kommt, von Loret­ta, die sich mit Hil­fe ihres Kum­pels gegen Cyber­g­roo­ming wehrt oder von Pia, die Opas heim­li­ches Regen­spiel unan­ge­nehm findet…

Die Botschaften

  • Ich ach­te auf mei­ne Gefühle.
  • Ich kann spü­ren, ob ich ein ange­neh­mes oder ein unan­ge­neh­mes Gefühl habe.
  • Mein Kör­per gehört mir.
  • Ich darf bestim­men, wer mei­nen Kör­per berührt.
  • Ich darf „Nein“ sagen, wenn sich eine Berüh­rung komisch, pein­lich oder eklig anfühlt.
  • Ver­letzt jemand mei­ne Gren­zen, so ist das nicht in Ord­nung, und es ist nicht mei­ne Schuld.
  • Gute Gehem­nis­se, die mir Freu­de machen, kann ich für mich behalten.
  • Schlech­te Geheim­nis­se, die mich bedrü­cken, darf ich weitersagen.
  • Sexu­el­ler Miss­brauch ist verboten.
  • Ich habe ein Recht auf Hil­fe, und ich darf Hil­fe holen.

Das Angebot

Wir machen es Ihnen leicht.
Wir kom­men drei mal an Ihre Schu­le und spie­len für 3. und/oder 4. Klassen:

pro Klas­se je eine Unter­richts­stun­de an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Wochen im Klas­sen­zim­mer oder in einem Mehr­zweck­raum für drei bis vier Klas­sen an einem Vormittag.

Ant­je Kili­an und Jens Wir­sching bie­ten mit dem Thea­ter Spring­ins­feld in Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen Fach­stel­len seit über 20 Jah­ren bun­des­weit pro­fes­sio­nel­le Prä­ven­ti­on von sexu­el­lem Miss­brauch an: Behut­sam und kindgerecht.

Regie: Jörg Iser­mey­er
Aus­stat­tung: Fabi­an Wes­sel
Gra­fik: Tah­mi­neh Seza­var
Fotos: Lene Weis­ner und Cle­mens Heid­rich
In Koope­ra­ti­on mit:
dem Kin­der­schutz­zen­trum Ulm und der
Grund­schu­le Alter Markt, Hildesheim