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Seiner eigenen Wahrnehmung und seinen Gefühlen vertrauen

Am nächsten Morgen läuft Lotte zum Onkel, der gerade gut gelaunt seine Morgengymnastik absolviert. Als sie ihm berichtet, dass der Grabbelfinger in der Nacht bei ihr war, erklärt ihr dieser, dass das ein böser Traum gewesen sein muss. Schließlich sei um seine Burg eine dicke Mauer und ein tiefer Graben. Da könne niemand hinein.

Zunächst beharrt Lotte auf der Richtigkeit ihrer Wahrnehmung:

Das war kein Traum.
Ich lag in meinem Bett und war schon fast eingeschlafen.
Auf einmal, da war da jemand, der hat unten an meiner Bettdecke gezogen.
Und dann hat der mich so angefasst...
Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie eklig das war. Und es war dunkel.
Ich hatte Angst, und ich hab fast keine Luft mehr gekriegt.
Das war ganz bestimmt kein Traum.


Alles nur ein böser Traum

Doch mit seinem wortreichen Nachdruck und seiner gescheiten Argumentation verunsichert der Onkel sie. Schließlich ist sie selbst nicht mehr recht überzeugt. Er nötigt sie, mit ihm das Menuett zu tanzen, Ritual ihrer Zuneigung. Als Lotte das alles zu viel wird und sie hinaus laufen will, Frühstück machen, da besteht der Onkel darauf, dass sie Walther von ihrem "bösen Traum" nichts erzählen dürfe. Als er bedrohliche Szenarien heraufbeschwört, was sonst alles geschehen könnte, willigt Lotte erschrocken ein. Schließlich will sie ihren Lieblingsonkel nicht in Schwierigkeiten bringen:

Das bleibt also unser Geheimnis?
(Lotte nickt.)
Ehrenwort?
Ehrenwort.

 
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