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Differenziertheit

Die temporeiche, von Slapsticks und Musik begleitete Einführung der so unterschiedlichen Charaktere wird es im weiteren erlauben, die relevanten Aspekte einer von Missbrauch geprägten Beziehung parteiisch und dennoch differenziert vorzuführen:

So möchte auch die Fröschin einen Kuss von Lotte. Lotte nimmt sich ihr gutes Recht, diesen zu verweigern - und die Fröschin akzeptiert das.

So fordert auch die Fröschin, dass ihre Existenz im Schlossbrunnen ein Geheimnis bleibt. Aber dieses Geheimnis bedrückt Lotte nicht.

Lottes Rolle im Stück ist nicht auf die eines Opfers beschränkt. Über ein Drittel des Stückes ist sie voller Energie, Neugier und Selbstbewusstsein, Eigenschaften, die ihr die Identifikation des kindlichen Publikums sichern. Umso deutlicher heben sich im Kontrast dazu ihre Niedergeschlagenheit und ihre Hilflosigkeit ab, die in den folgenden Szenen immer wieder zwischen Lotte und ihr eigentliches Temperament treten werden.

Geschichten erfinden: schön und gut. Aber den eigenen Onkel dabei schlecht machen, das geht zu weit!

Walther ist zwar der erste, der den Themenbereich Missbrauch in der Manier marktgängiger Skandalberichterstattung einbringt. Doch zugleich ist er auch der letzte, der sich von sich aus bereit erklären würde, Lotte in der heiklen Angelegenheit beizustehen: Je bedrohlicher die Nähe, in die der Missbrauch rückt, desto weiter wird Walther das Thema von sich weisen.

Der Onkel schließlich ist zunächst ein Traumonkel: Er hat ein Schloss, was er sagt, geschieht, er hat Charme, und vor allem hat Lotte ihn schrecklich lieb. Er ist kein Monster, kein offensichtlich Perverser oder irgendwas, er ist sympathisch, attraktiv und allseits geachtet.
 

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